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Junge Käufer suchen Eigentum im Ausland – Italien rückt in den Fokus

Wie eine neue Käufergeneration den Immobilienmarkt jenseits der Landesgrenzen verändert

Der Anteil jüngerer Käuferinnen und Käufer (30 bis 45 Jahre) unter den Italien-Interessenten von ItalicaHomes hat sich in den vergangenen drei Jahren spürbar erhöht. Ausschlaggebend sind flexible Arbeitsmodelle, gestiegene Immobilienpreise in DACH-Großstädten und ein verändertes Verständnis von Lebensqualität. Diese Käufergruppe stellt andere Fragen als frühere Generationen – von Sanierungsförderung bis Coworking-Anbindung.

Der Traum vom Eigenheim in Italien war über Jahrzehnte hinweg vor allem älteren Käuferschichten zugeschrieben, die sich im Ruhestand einen zusätzlichen Wohnsitz im Süden leisten wollten. Diese Annahme lässt sich anhand aktueller Daten nicht mehr halten. Bei ItalicaHomes, das deutschsprachige Interessenten seit mehreren Jahren beim Immobilienkauf in Italien begleitet, hat sich die Altersstruktur der Anfragen in den vergangenen drei Jahren messbar verschoben.

Was die Zahlen zeigen

Während Käuferinnen und Käufer über 55 Jahre vor fünf Jahren noch den mit Abstand größten Anteil der Interessenten stellten, ist der Anteil der Gruppe zwischen 30 und 45 Jahren seither kontinuierlich gewachsen. Diese Entwicklung deckt sich mit Beobachtungen italienischer Maklerverbände sowie mit Daten der Banca d’Italia zu ausländischen Immobilienkäufen, die seit mehreren Jahren einen wachsenden Anteil jüngerer Erwerbergruppen unter internationalen Käufern ausweisen.

Auch die Art der Anfragen hat sich verändert. Früher dominierten Fragen zu repräsentativen Landhäusern für den Ruhestand. Heute stehen Fragen zu Renovierungsbudgets, Bauamtsabläufen, Internetanbindung für Homeoffice-Tätigkeit und schulischer Infrastruktur für Familien im Vordergrund – ein deutliches Signal dafür, dass diese Käufergruppe nicht nur einen Feriensitz, sondern einen möglichen Lebensmittelpunkt plant.

Eine Generation mit anderen Prioritäten

Homeoffice-Regelungen, ortsunabhängige Tätigkeiten und der Wunsch nach einem Leben außerhalb überhitzter Ballungsräume haben das Käuferprofil verändert. Viele der jüngeren Interessenten planen keinen klassischen Ruhesitz, sondern einen Ort, an dem sie bereits heute einen Teil des Jahres leben und arbeiten möchten.

Hinzu kommt ein finanzieller Aspekt, der sich mit öffentlich verfügbaren Daten belegen lässt: Laut Statistischem Bundesamt sind die Preise für Wohneigentum in deutschen Großstädten zwischen 2015 und 2024 in vielen Lagen um mehr als 60 Prozent gestiegen. Ein vergleichbares Objekt im ländlichen Italien bleibt für einen Bruchteil dieses Budgets erreichbar – auch wenn Sanierungsaufwand und laufende Nebenkosten realistisch eingeplant werden müssen.

Beispiel aus der Beratungspraxis
Ein Beispiel aus der Beratungspraxis veranschaulicht diesen Wandel: Ein Paar Mitte dreißig aus Nordrhein-Westfalen, beide in vollständig remote ausgeübten Tätigkeiten beschäftigt, erwarb 2025 ein renovierungsbedürftiges Steinhaus in der Provinz Perugia. Ausschlaggebend war weniger die touristische Attraktivität der Region als vielmehr die Kombination aus stabiler Glasfaseranbindung im Ort, einer Grundschule in 15 Autominuten Entfernung und einem Kaufpreis, der rund ein Drittel des Budgets für eine vergleichbare Wohnung in ihrer Heimatstadt betrug. Die Sanierung erfolgte in Etappen über anderthalb Jahre, begleitet durch lokale Handwerksbetriebe.

Was diese Käufergruppe konkret sucht

Anders als bei klassischen Alterswohnsitzen stehen bei jüngeren Käuferinnen und Käufern selten reine Repräsentationsobjekte im Vordergrund. Gefragt sind stattdessen:
• Renovierungsfähige Bestandsimmobilien mit Entwicklungspotenzial
• Stabile Internetanbindung für Homeoffice-Tätigkeit
• Anbindung an Infrastruktur für Familie und Mobilität, insbesondere schulische Einrichtungen
• Grundstücke mit landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Nutzungsmöglichkeit
• Realistische Kalkulationen zu Kaufnebenkosten, Steuern und Sanierungsförderung

Herausforderungen bleiben bestehen

Der Kauf einer Immobilie in Italien unterscheidet sich rechtlich und administrativ deutlich vom deutschen Markt. Notarielle Abläufe, Steuerfragen für Ausländer sowie regionale Besonderheiten bei Bau- und Bestandsrecht erfordern unabhängig vom Alter der Käuferschaft eine sorgfältige Vorbereitung. Insbesondere bei jüngeren Käufergruppen, die häufig ohne größere Rücklagen kalkulieren, ist eine realistische Einschätzung der Sanierungskosten entscheidend – ein Punkt, der regelmäßig unterschätzt wird.

Ansprechpartner/in E-Mail: info@italicahomes.com
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.italicahomes.com/de
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